Logo - Apoldaer auf Reisen The world is a book, and those who do not travel read only one page. - Saint Augustine Steffen Wettig
Türkische Gastfreundschaft und Istanbul
Istanbul(Türkei), Fr. 14. Mai 2004
Nun waren wir am Schwarzen Meer bis zur Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei gekommen. Istanbul wir kommen! Überraschenderweise durften wir die Grenze zu Fuss überqueren. Dies war schon eine Neuerrung für uns. Doch was uns dann noch erwarten sollte, haetten wir uns nicht zu traeumen gewagt. Kaum sechs Stunden in der Türkei und wir durften die hiesige Gastfreundschaft geniessen. ...

Malko Tarnovo(BUL) -> Babaeski (Türkei), So. 09.05.2004

Wir hatten nicht besonders gut geschlafen und machten uns auf den Weg Richtung Grenze. Ein Auto hielt nicht an und so war die Stimmung nicht besonders. Um so erstaunter waren wir, als wir auf einmal an der Grenze standen. Die Karte die wir hatten schien wohl nicht hundertprozentig zu stimmen.

Wir hatten das Vergnügen die Grenze zu Fuss zu überqueren. Dies war mal etwas Neues. Gleich nach der Grenze durften wir bei einem Taxifahrer ( Ja, Taxi! Wie dekadent. Doch das hatten wir uns verdient ;)) auch gleich unsere Feilschkunst ausprobieren. Wir handelten Ihn zwar auf die Haelfte des geforderten Preises runter, mussten aber beim zweiten Taxifahrer feststellen, dass wir für den gleichen Preis die dreifache Strecke fahren konnten. Tja, aller Anfang ist schwer! ;)

Dann fuhren wir ein Stück mit dem Bus, denn bis zur Autobahn nach Istanbul war es noch ein Stück. Ausserdem reichten die 4 Millionen Wechselgeld, die wir vom zweiten Taxifahrer für unsere Euro erhalten hatten, gerade dafür. Wir waren also wieder blank. Übrigens Geld: Hier war ich erstmals fünffacher Millionaer und dies nur vom Wechselgeld. ;) Der Kurs ist für 1 Euro 1.800.000 Türkische Lire (TL). Da wird man schnell mal die eine oder andere Million los, wie wir spaeter feststellen durften.

Der Busfahrer liess uns an der Autobahn raus. Auf der benachbarten Wiese fand ein Picknick statt. Es waren viele Leute da. Es wurde türkische Musik gespielt und getanzt. Es dauerte nicht lange, bis sie uns bemerkten und es dauerte noch kürzer, bis wir ein Bier in der Hand hatten.

Türkische Gastfreundschaft Die Verstaendigung war am Anfang etwas schwierig, bis jemand kam der Englisch sprach. Derweil wurden wir mit Bier und Essen versorgt und durften die Musik geniessen und tausende Haende schütteln. Als dann Hylia mit ihrer Tochter Tugce und ihrer Cousine Bahar kamen, wurde es richtig lustig.

Gleichwohl hatte ich ein komisches Gefühl, was unsere Rucksaecke betraf. Als wir dann auch noch von Hulya eingeladen wurden mit zu Ihr nach Babaeski, ca. 7 km entfernt mitzukommen, mussten wir erstmal ueberlegen. Schliesslich kannten wir die Leute hier kaum.

Nachdem, was wir erlebt hatten, sagten wir zu noch eine Nacht hier zu bleiben. Istanbul konnte auch noch einen Tag warten. Unsere Entscheidung wurde tausendfach belohnt. Wir konnten bei Hulya im Haus erstmal Duschen und sie zeigte uns etwas von der Stadt und lud uns zum Essen ein. Es war ein sehr lustiger Abend. Ausserdem durften wir in Ihrem Vorgarten unser Zelt aufbauen. Dies war der beste Platz seit Beginn unserer Reise.

Babaeski-> Istanbul(Türkei), Mo. 10.05.2004

an der Bosporusbruecke mit Tingo und Apoldaer Bier Am Morgen verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern. Der Abschied fiel schwer. Hulya bedankte sich noch tausendfach, dass wir ihre Gaeste waren, derweil hatten wir zu danken. Doch das wollte sie nicht gelten lassen. Zwar hatte ich gestern ein komisches Gefühl gehabt, doch um so mehr waren sie mir jetzt ans Herz gewachsen. Aber wir mussten los. Es war auf jeden Fall eine sehr gute Erfahrung und wiegt solche Sachen, wie z.B. den 25 km-Marsch mehr als auf.

Ich hielt den ersten Stopp bis Çorlu an. Dann schoss Rene' mit einem Superstopp den Vogel ab. Wir quetschten uns mit unseren Rucksaecken ins Fahrerhaus eines LKWs. Drei Leute und zwei Rucksaecke, sicher ein Bild zum Schiessen. Doch ich konnte es nicht sehen, ich sah ja nicht mal die Strasse vor uns wegen meines Rucksackes. Doch damit noch nicht genug. Wir hatten auch noch einen Lieferfahrer erwischt. Eingefercht in der Fahrerkabine fuhr der Fahrer die hintersten, der hinteren Gassen des Ortes ab und wir lieferten Brot aus! ;) Nach dem 25.000sten Stop und der 80.000sten Strasse, war der Fahrer wenigstens so clever uns am Stadtrand Richtung Istanbul rauszulassen. *Puhhh!* Das war höchste Zeit. Laenger haette ichs kaum im Wagen ausgehalten.

Ich stand dann ca. eine dreiviertel Stunde und durfte mir das Gehupe anhören und Grüsse entgegen nehmen. Tja, höfflich sind sie ja die Türken, aber anhalten... Rene stand dann kaum zwei Minunten da und hatte einen genialen Stopp zum Flughafen Atatürk nach Istanbul. Unser letzter Fahrer war ein Geschaeftsmann und der Flughafen ein guter Ausgangspunkt für uns, um in die Stadt zu kommen.

Trampertechnisch glich sich alles aus. Nach der Tageswertung stand es 9:9 und nach Stopps 15:15. Alles war irgendwie rund. Kam ein schlechtes Erlebnis, folgte ein gutes. Alles ging irgendwie auf. Zudem waren wir für unter 100 Euro für zwei Personen von Wickerstedt/Apolda nach Istanbul gekommen. Is schon eine Leistung.

Die Tage in Istanbul, Mo.- Fr. 10.-14.05.2004

Ein Hotel zu finden war recht einfach. Der Typ an der Tourist Information zeigte uns auf die Frage nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten die Gegend auf der Karte und sagte: "They will find you!" Wie recht er damit hatte. Der Erste Typ liess nicht lange auf sich warten. Er wollte uns auch noch übers Ohr hauen. Aber wir hatten dazugelernt und gingen, in seine verfinsterte Miene blickend, wieder aus dem Hotel raus, in das er uns gezerrt hatte. Nach kurzer Zeit fanden wir was seriöseres.

Mit Apoldaer Glocke vom GalataturmWir schauten uns in Istanbul die verschiedensten Moscheen an, z.B. die Blaue Moschee und die Süleyman Moschee. Auch die diversen Brücken und den Topkapi Palast hatten wir auf unserem Plan. An den Maerkten (z.B. Grand Bazar und Gewürzmarkt) kommt man auch nicht vorbei. Wir gönnten uns auch den Besuch beim Barbier (Stolle) und den Besuch eines Hamam. Dies ist ein türkisches Bad vergleichbar einer Sauna. Nur dass dort extra Leute angestellt sind, um die Besucher Abzuschrubben, zu Waschen und danach zu Massieren. Eine Wohltat nach den Anstrengungen der letzten Wochen.

Rene flog mit Tingo in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag wieder nach Deutschland.

Danke für die Begleitung. Es waren lustige Tage. Jederzeit wieder! Aber wenn Du kommst, vergiss das "Bg"-Bier nicht! ;)))

Am Abend traf ich mich noch mal mit Ahmet, einem Freund von Doris, der eine Zeit in Wien studiert und gelebt hat. Es war zwar mit der tollen(!) Stadtkarte schwierig ihn zu finden, aber zur Belohnung lud er mich zum Essen ein, was sehr lecker war. Danke Ahmet! Etwas ungewöhnlich war allenfalls das Lammhirn, aber was probiert man nicht alles mal aus... ;)

Ich bin nun allein auf meinem weiteren Weg und hab mir schon eine ungefaehre Route Richtung Süden zum Mittelmeer ausgesucht. Zunaechst gehts erstmal morgen uebers Marmarameer mit der Faehre. Was danach kommt wird sich zeigen.

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