Logo - Apoldaer auf Reisen The world is a book, and those who do not travel read only one page. - Saint Augustine Steffen Wettig
Ab in den Süden... der Türkei
Antalya, Sa. 22.May 2004
In Efes (Ephesus)

Nachdem ich mich nun von Stolle und Tingo verabschiedete, war ich allein auf weiter Flur. Oder besser gesagt war ich nicht allein, denn ich hatte ja noch Tausende hupende Autos um mich rum. Ich wollte auf jeden Fall weg von Istanbul und dem Trubel. Nach der Überquerung des Marmarameer irgendwie an der Küste lang Richtung Süden. Wie genau, darüber hatte ich mir aber bisher keine Gedanken gemacht.

Istanbul -> Selçuk, Sa. 15.05.2004

Tingo ist zwar nicht zu ersetzen, dafür stellte ich aber fest, dass mir ein Begleiter fehlte. In Bandirma suchte ich mir deshalb einen Glücksbringer aus. Passend zur Türkei und zum Ort, an dem er zu mir kam, nannte ich ihn "Efendi Bandirma".

Da Trampen zu zeitaufwendig und Busse zudem zuverlaessiger funktionieren, stieg ich auf letzteres Verkehrsmittel um. Über Izmir gings nach Selçuk, in dessen Naehe das bekannte Efes (Ephesus) ist.

Selçuk -> Pamukkale, So. 16.05.2004

Nach etwas Kultur ging es dann am naechsten Tag nach Pamukkale. Die weissen Sinterterassen hatte ich schon auf Bildern bewundert und wollte sie nun mit eigenen Augen sehen. Es zeigte sich, dass wo immer ich aus dem Bus stieg ich sofort als Touri identifiziert und sozusagen als Freiwild abgestempelt war. Entweder wenn ich nach dem naechsten Bus oder nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchte, war ich von mehreren Leuten umringt, die alle einen "Special Price" nur für mich hatten. Am Anfang fand ich das belastend, aber mit der Zeit machte es zum Teil richtig Spass die Typen gegeneinander auszuspielen. Man glaubt garnicht, was manchmal noch rauszuholen ist. Sowas geht naemlich auch andersrum... Zudem hatte ich bei der Suche nach Pensionen etc. noch den Vorteil, dass nicht gerade Saison ist, die Preise also noch tiefer sind. Auf jeden Fall macht es sich bezahlt nach einem zweiten, dritten und meist besser sogar nach einem vierten und fünften Angebot Ausschau zu halten. Das kostet zwar etwas Zeit, aber so bekommt man zumindest meist einen halbwegs realen Preis für das raus, was man gerade will. In der Abenddaemmerung schaute ich mir dann die "Weissen Felsen" an. Man konnte in den Becken, die sich durch die Ablagerungen gebildet haben, frueher sogar Baden. Aber dies ist wegen der immer groesseren Zerstoerung nicht mehr moeglich.

Pamukkale -> Dalyan -> Kas, Mo.-Do. 17.-20.05.2004

Nachdem ich mir auch noch mal bei Tageslicht die weissen Felsen und die Ruinen in der Naehe angeschaut hatte - das gute war, es war Montag und es war das Museum geschlossen, d.h. keine Touristen - ging es mit mehreren Bussen nach Dalyan. Dies liegt in der Naehe von Marmaris und ist bekannt durch die Caretta caretta Schildkroeten.

Ich hatte in Dalyan das grosse Glueck im Dipdag Hotel ein Zimmer zu finden. Ein Glueck war es, da ich mit Mustafa und Mehmet, den beiden Besitzern sowohl einen Ausflug mit der Vespa, als auch einen Bootsausflug zu den Moorbaedern und den Schildkroeten machen durfte. Dies war auch der Grund, warum ich noch einen Tag laenger als geplant blieb.

Danach ging es dann weiter nach Kas. Dieser Zwischenstopp war eigentlich nicht geplant, aber es war so spaet am Abend, dass der Bus nicht mehr weiter fuhr.

Es kam mir so vor, als sei Kas fest in Deutscher Hand. Die ersten sechs Leute die ich traf sprachen Deutsch. Es war ein richtiger Touristenort. Ich bin jedoch nicht unterwegs, um Deutsche bzw. Touristen zu treffen, deshalb verzog ich mich zum Schlafen. Das witzige daran war, ich baute (weil es so warm war und um Geld zu sparen) mein Zelt auf dem Dach einer Pension auf. Ein Blick ueber die Stadt zum Meer und den Sternenhimmel. Was will man mehr...

Kas -> Olympos "Ein ganz spezieller Maennertag", Do.-Sa. 20.-22.05.2004

Tuerkei: Maennertag - Wer ist wohl der Fahrer?

Ich startete ziemlich frueh. Es war ein schoener, sonniger Tag und so beschloss ich mal wieder mein Tramperglueck zu probieren. Ich stellte mich an die Strasse und wartete auch nicht lang, eh ein Auto mit zwei Typen anhielt. Sie fuhren in meine Richtung und so sprang ich rein. Schon hatte ich ein Bier in der Hand. Ich wollte es erst ablehnen, aber dann dachte ich dran, dass heute in Deutschland Maennertag ist. Warum also nicht?

Erst waehrend der Fahrt bekam ich jedoch mit, dass der Beifahrer alkoholtechnisch schon jenseits von gut und boese war. Er liess sich sogar aus dem Autofenster raus waehrend der Fahrt noch einmal alles durch den Kopf gehen. ;) Der Fahrer, verkuendete darauf stolz, dass sein Kumpel acht Bier und er nur zwei Bier getrunken haette. ER koenne also noch fahren. Ich war selbstverstaendlich beruhigt, dass es nicht andersrum war. ;) Auch wenn der Fahrer ab und zu mal zu seinem Bier griff fuhr er doch recht gut. Es ist eben doch so wie an Maennertag in Deutschland, auch wenn es Maennertag hier vermutlich nicht gibt. So blieb ich den beiden noch etwas erhalten.

Kurz vor dem Ende unserer gemeinsamen Tour standen wir noch auf der Kuestenstrasse im Stau, da Felsen auf die Strasse gefallen waren. Es gab kein Weiterkommen, bevor es nicht geraeumt war.

Olympos: David, Soraia, Oezlem und Eddy

Dann ging es weiter mit dem Bus (ich hatte fuer den Tag genug Aufregung) Richtung Olympos. Dies ist zum einen historisch interessant und zum anderen gibt es hier eine Menge Baumhauser (Treehouses), in denen man wohnen kann. Der wohl "beruehmteste" bzw. bekannteste Platz unter Travellern ist "Kadir's". Selbstverstaendlich kehrte ich hier ein. Es waren jede Menge Leute aus den unterschiedlichsten Laendern da. Ich traf Australier, Englaender, Franzosen, Tuerken usw. Sie genossen hier eine Art Aussteigerdasein (auf Zeit).

Ich blieb auch zwei Tage hier am Strand und freundete mich mit Eddy, Soraia (jeweils Portugal, leben aber in London) und Oezlem (Tuerkei) an. Es war ziemlich witzig mit ihnen.

Antalya und Alanya, Sa./So. 22./23.05.2004

Irgendwann musste ich aber auch aus Olympos gehen. Ich wollte eigentlich mit dem Bus fahren, doch waehrend ich wartete, hielt ich halt den Daumen raus und hatte Glueck. Ich wurde von einem Typen ein Stueck mitgenommen, der mir viel von der tollen Landschaft zeigte. Es ein ganz besonderer Landstrich. Ich stand wirklich am Meer und haette schwimmen gehen koennen und hinter mir auf dem Berg sah ich Schnee liegen.

Ich wollte eigentlich von Antalya mit der Faehre nach (Nord)Zypern fahren. Doch ich musste weiter nach Alanya. Dort angekommen buchte ich auch gleich die Faehre am naechsten Tag. Wie es dann weiter geht, in meinem naechsten Bericht...

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