Logo - Apoldaer auf Reisen The world is a book, and those who do not travel read only one page. - Saint Augustine Steffen Wettig
Subkontinent voller Kontraste
02.August 2004
Seit dem 21. April ist der Wickerstedter Steffen WETTIG bereits unterwegs auf seiner Weltreise. Jetzt erreichte die TA-Redaktion seine E-Mail mit dem Reisebericht aus Indien.

Nachdem ich vom Burj al Arab in Dubai in einem der nobelsten Hotels der Welt war, bin ich am nächsten Tag in Delhi (Indien) gelandet und wurde gleich mit der Armut auf der Straße konfrontiert. Welch ein krasser Gegensatz. Über Rajastan ging es nach Rajastans Hauptstadt Jaipur und Jodhpur, auch "Blue City" genannt, weiter. Zunächst in die Nähe der Residenz des Dalai Lama, von dort über Manali weiter rauf in den Himalaya nach Leh. Dort machte mir die Höhe gesundheitlich etwas zu schaffen, schliesslich ging es über die zweithöchste Straße der Welt, den Tanglangla Pass mit 5360 Metern. Nachdem ich mich akklimatisiert hatte, konnte ich die Zeit dort bzw. insbesondere die Rückfahrt geniessen. Es handelt sich nur um Berge, doch man glaubt kaum, welche Vielfalt an Farben und Formen sich hier finden lässt.

In Agra besuchte ich das berühmte Taj Mahal. Dass es sich hierbei sozusagen um das Nationaldenkmal der Inder handelt, merkt man sofort beim Eintrittspreis, haben doch Touristen gegenüber den Indern fast das 40fache zu zahlen. Ich erkundete Agra zudem mit dem Fahrrad, was mir auch viele gute Erfahrungen einbrachte, kam ich doch so leichter in Kontakt mit den Einheimischen. Bei Varanasi, der heiligen Stadt am Ganges kann man sich das Leben an der Mutter "Ganga" anschauen oder mit einem Boot auf den Ganges fahren, was besonders bei Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang zu empfehlen ist. Ein prägendes Erlebnis war auch, die sogenante Burning Ghats zu sehen, wo die Verstorbenen verbrannt und deren Asche in den heiligen Fluss gestreut wird, was für Europaer aber etwas befremdlich wirkt. Calcutta an der Ostküste von Indien wurde auch durch Mutter Theresa, die sich hier um die "Ärmsten der Armen" kümmerte bekannt. Überall kann man hier die Armut hautnah sehen. Die Leute leben teilweise auf der Straße. Scheinbar alles findet hier öffentlich statt (Essen, Waschen, Schlafen, Haare schneiden, usw.) - Privatsphäre zu finden ist nicht gerade einfach.

Gleichwohl empfand ich es als schön und sicher in Indien zu reisen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Bangladesh bin ich inzwischen in Thailand gelandet.

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