Logo - Apoldaer auf Reisen The world is a book, and those who do not travel read only one page. - Saint Augustine Steffen Wettig
Quer und kreuz durch Europa I – London, Paris, Brüssel, Dublin
Dublin, 12.January 2005
Zunächst ging es nach Paris zu Froschschenkel und Mona Lisa, aber eigentlich zu Guenola und Stephane, die ich in Ägypten kennen gelernt hatte. Danach fuhr ich in die Apoldaer Partnerstadt Seclin und über Brüssel flog ich nach Dublin, wo mir mein Basecap ein Guinness und das Internet eine neue alte Begegnung verschaffte.

Froschschenkel beim Chinesen und kostenlos zur Mona Lisa, Paris, Mo. 03.01.2005 – Fr. 07.01.2005

Wie schon in meinem letzten Artikel angedeutet, war London einfach zu teuer für mich, deshalb ging es mit dem Flieger gleich weiter nach Paris, wo ich mich mit Guenola und Stephane treffen wollte. Ich hatte die beiden so ziemlich am Anfang meiner Reise in Ägypten kennen gelernt und per Email Kontakt gehalten.

Am Flughafen in London hatte ich noch etwas Zeit und schlenderte so umher, als plötzlich ein Typ neben mir stand, den ich kannte. Ich wusste nicht genau woher, aber irgendwie kam er mir bekannt vor. Ich sah mir gegenüber ein Ehepaar, die in meine Richtung schauten und ihre Köpfe zusammensteckten bzw. tuschelten. Auch sie schienen ihn zu kennen. Ich lief weiter umher und überlegte die ganze Zeit, wer dieser Typ war. Und dann fiel mir ein Name zu dem Gesicht ein, aber das konnte doch nicht sein, oder...?

Als mir der Typ dann ca. eine viertel Stunde später wieder, diesmal mit einer dunklen Sonnenbrille, entgegen kam, war ich sicher, dass er es ist und ich ging hin und fragte nach: „Excuse me, you are Kiefer Sutherland?“ und er sagte einfach nur „Yes.“. Ich fragte ob ich ein Foto mit ihm machen könnte, doch er sagte: „Sorry, I´ve to catch my plane.“ und gab mir die Hand, verabschiedete sich von mir und ging weiter. Entweder hatte er es wirklich eilig zum Flugzeug zu kommen, oder er wollte vielleicht nicht, dass noch mehrere Weltenbummler ihn mit Fotowünschen belästigen. ;) Na ja, wird sich jetzt jeder denken: Eine schöne Geschichte, aber das kann er ja gar nicht beweisen. Ja, das stimmt. Doch, muss ich dass wirklich? Ich weiß dass ich Kiefer Sutherland getroffen habe, der Rest ist egal.

Mit dem Flugzeug ging es dann also nach Paris. Es war gar nicht so einfach zu Guenola und Stephane zu finden. Nun dachte ich, jetzt bin ich wieder in good old Europe, da ist alles kein Problem mehr. Doch, da hatte ich mich geirrt. Versuche mal jemand in Frankreich zu überleben, ohne überhaupt eine Ahnung von der Sprache zu haben. Und mit Englisch bzw. Deutsch braucht man den Franzosen schon gar nicht zu kommen. Dies war sprachtechnisch wirklich das schwierigste Land auf meiner ganzen Reise. Es fing schon damit an, dass ich vor dem Fahrkartenautomaten total aufgeschmissen war, als ich mir ein Metroticket kaufen wollte. Und denkt Ihr, da konnte/wollte mir jemand helfen...! *beinaheheul*

Paris: Lustiges Wiedersehen mit Stephane und Guenola (links)

Guenola und Stephane freuten sich mich wieder zu sehen. Ich konnte bei Ihnen übernachten und wir hatten uns viel zu erzählen. Wir gingen was Essen und landeten irgendwie beim Chinesen(Bild links). Nun hab ich ja nix gegen die Chinesen, aber wenn ich schon mal in Frankreich bin würde ich schon gern mal z.B. Froschschenkel probieren. Wie sich jedoch zeigte gab es dort nicht nur chinesisch, sondern auch thailändische und französische Küche. War zwar nicht ganz stilecht, aber die Froschschenkel beim Chinesen in Paris waren gar nicht so schlecht. ;)

Ich schaute mir selbstverständlich auch die Stadt bzw. die dortigen Sehenswürdigkeiten an. Da wären auf jeden Fall der Eifelturm, die Champs Elysee, der Arc de Triomphe und vieles, vieles mehr. Ich war sowohl allein, als auch mit meinen beiden Freunden unterwegs und es zeigte sich wieder welche Zufälle es gibt. Ich wollte den Louvre von innen bzw. dort die Mona Lisa sehen, was ich so beiläufig im Gespräch erwähnte. Guenola erzählte mir dann, dass sie für das Kultusministerium arbeitet und mit ihrem Dienstausweis mit einer zweiten Person jederzeit alle nationalen Museen, so auch den Louvre besuchen kann. Sie braucht sich dafür noch nicht mal in der Schlange anzustellen, sondern kann direkt reingehen. Ist schon witzig, da lerne ich in Kairo jemanden kennen, bei dem ich dann viele Monate später in Paris übernachten kann und mit dem ich dann auch noch kostenlos in den Louvre reinkomme!

Paris: Besuch des Louvre mit Guenola

Mit Guenola bzw. ihrem magischen Ausweis ging es also in dieses berühmte Museum. Der Louvre (Bild rechts: Mit Guenola vorm Eingang) selbst ist so megagross, dass man sich wirklich entscheiden muss, was man überhaupt sehen will. Da wir uns in Ägypten kennengelernt hatten, schauten wir uns natürlich diesen Bereich an. Wir liefen danach durch ein Labyrinth von Gängen und Räumen und sahen unendlich viele Skulpturen, Gemälde und andere Kunstobjekte. Ich wollte wie gesagt auch zur Mona Lisa. Eingeweihte sagen ja nicht Mona Lisa, denn das Bild von Leonardo da Vinci heisst ja hier „La Jaconde“. Doch, als ich dieses berühmte Bild dann vor mir sah, fand ich, dass an ihr gar nicht so was besonderes dran war. Ich hatte hier Bilder gesehen, die ich viel besser bzw. schöner fand. Das interessanteste an der Mona Lisa waren jedoch die vielen Leute, die in Massen davor standen und jede Menge Fotos von Ihr machten. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich mal was von einer Art Wettbewerb gelesen (weiss aber nicht mehr wo), bei dem es darum geht schnellstmöglich nach Zeit vom Eingang direkt zur Mona Lisa zu kommen. Das fand ich dann schon wieder witzig.

Paris: Auf dem Friedhof Pierre LaChaise

Ausserdem habe ich hier in Paris auch einen Friedhof besucht. Ja, einen Friedhof! Aber nicht irgendeinen Friedhof, sondern den Friedhof Pierre LaChaisse, auf dem sich die Gräber von verschiedenen berühmten Persönlichkeiten befinden, so unter anderem die Gräber von Jim Morrisson, Oscar Wilde, Honor de Balzac, Chopin etc. Es gibt einen Plan des Friedhofes auf dem die verschiedensten berühmten Gräber verzeichnet sind, so dass man sie je nach Interesse suchen bzw. anschauen kann. Ich fand es aber auch interessant einfach nur so zwischen den vielen Gräbern (auch von nicht so bekannten Persönlichkeiten) umherzulaufen. Sieht man es nicht selbst, kann man sich die vielen verschiedenen Formen und Inschriften der Grabsteine und Gräber gar nicht vorstellen. Diese sind zum Teil ziemlich alt. Und wenn man dann noch bedenkt, dass hinter jedem Grab die Geschichten und die Erfahrungen eines bzw. mehrerer Menschen stehen... (Bild links)

Paris: Metrostation Iéna (Jena)

Eines Tages, als ich so durch Paris schlenderte, fiel mir das Strassenschild „Avenue D’Iéna“ auf. Es gab auch einen „Place D’Iéna“ und die dortige Metrostation trägt auch den Namen „Iéna“ (Bild rechts). Nun kam mir das irgendwie bekannt vor und als ich mir die Schilder näher betrachtete, wurde mir vor Augen geführt an was es mich erinnerte. Dies alles gab es, um den ruhmreichen Sieg Napoleons in der Schlacht bei Jena und Auerstedt im Jahre 1806 zu ehren. Nun hab ich ja nix dagegen, wenn sie dies tun, doch eines müssen wir den Franzosen noch lernen, wie man „JENA“ richtig schreibt. ;)

Apropos richtig schreiben: Eine andere Sache ging mir hier auch ganz schön auf den Keks. Ich weiß nicht, wer es schon mal versucht hat mit einer französischen Tastaturbelegung zu schreiben. Die haben doch glatt die verschiedensten Buchstaben vertauscht. Um es milde auszudrücken echt merde! ;(((

Doch, auch die schönste Zeit in Paris geht mal vorbei. Ich verabschiedete mich von Guenola und Stephane schließlich hatte ich noch eine Mission zu erfüllen und zwar in Seclin.

Besuch der französischen Partnerstadt, Seclin, Fr. 07.01.2005 – Mo. 10.01.2005

Seclin: Bernard Debreu mit Grussbotschaft, ich und Pierre Magen

Mit einer Grussbotschaft des Apoldaer Bürgermeisters ging es per Zug nach Seclin. Diese kleine Stadt liegt nordöstlich von Paris nahe Lille an der Grenze zu Belgien. Von Herrn Beck vom Apoldaer Partnerschaftsverein hatte ich eine Kontaktadresse für den dortigen Partnerschaftsverein „Comite de Jumelage“ (Jumelage = Zwilling) erhalten. Dieser sorgte auch für meine Unterbringung in einem Hotel, nebenbei gesagt eines, dass ich mir selbst nicht geleistet hätte. Also vielen Dank an dieser Stelle.

Der Bürgermeister Bernard Debreu freute sich über meinen Besuch und die Apoldaer Grüße (Bild links: Bernard Debreu, ich und Pierre Magen). Ein Mitarbeiter im Rathaus Pascal Foveau konnte auch etwas Englisch und zeigte mir die Stadt bzw. nahm mich dann am Abend mit nach Roubaix, wo wir eine Picassoausstellung und eine Flamencovorführung anschauten.

Für vier Cent quer durch Europa – Ry..air machts möglich!, Brüssel, Dublin, London, Göteborg, Stockholm, Lübeck, Mo. 10.01.2005 – Mo. 24.01.2005

Nahe der Belgischen Grenze in Lille hätte ich Jetzt nur noch in einen Zug steigen müssen und wäre schon ein paar Stunden später zu Hause gewesen, doch ich wollte noch etwas durch Europa touren, gab es doch noch ein paar Leute zu besuchen. Aber das interessanteste war eigentlich, wie bzw. zu welchem Preis ich vorwärts kam. Doch, dazu muss ich etwas ausholen:

Im Dezember, während ich in Rapid City war, hatte mal im Internet nach Flügen gesucht. Ich wusste ja, dass ich von Lille irgendwie nach Göteborg in Schweden kommen wollte. Ich schaute also auf den Seiten von Ry..air nach und fand heraus, dass der nächstgelegene angeflogene Flughafen nahe Brüssel in Belgien war. Doch, gab es keinen Direktflug nach Göteborg. Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass mit dieser Fluglinie der einzige Weg von Brüssel über Dublin und London nach Göteborg führte. Ist ja nicht gerade der direkteste und kürzeste Weg.

Dublin: Fliegendes Schwein am Flughafen

Ich wollte schon nach einer anderen Airline Ausschau halten, doch was ich dann sah, verschlug mir beinahe die Sprache. Ich hatte irgendwie Glück, dass sie gerade ein Angebot hatten, bei dem jeder Flug einen Cent plus Steuern kostete. Nach mehreren ungläubigen Versuchen sah ich dass es wirklich wahr war und überlegte gleich noch, welche Flüge ich sonst noch so gebrauchen könnte. Am Ende hatte ich dann folgende Flüge gebucht: Brüssel – Dublin, Dublin – London, London – Göteborg und Stockholm – Lübeck. Dies macht also VIER Cent plus Steuern, am Ende dann ganze 80 Euro und wenn man bedenkt, dass hierbei auch noch Zehn Euro Online Buchungsgebühren dabei waren... Auch wenn ich einen dieser Flüge verpassen sollte, hätte ich damit gerade mal 20 Euro verloren. Da kann ich nur sagen: Schwein gehabt! (Bild rechts)

Wie ich dann aber feststellte, gibt es mit solchen Billigflügen nicht nur Vorteile. Liest man das Kleingedruckte einmal durch, stellt man fest, dass Ry..air. in seinen Flugbedingungen eine Klausel hat, die besagt, dass das Gepäck zum einchecken max. 15 kg bzw. das Handgepäck 10 kg haben darf. Für Übergewicht ist extra zu zahlen. Nun hatte mein großer Rucksack mit 26 kg gerade mal 11 kg Übergewicht und mein Handgepäck hatte aber schon schlappe 10 kg. Auf dem Flughafen von Brüssel wollten sie also 80 Euro zusätzlich von mir haben. Ich wollte dies aber nicht zahlen, dann wäre ja der gute Preis hinfällig, außerdem dachte ich mir, dass ich ja vier Flüge habe. Sollte ich jedes Mal diesen Aufpreis zahlen, wäre alles dahin. Ich versuchte sie zu überzeugen. Meine Geschichte von der 9-monatigen Weltreise und dass mein Rucksack für diese Zeit sozusagen mein Heim war, fand die Dame am Schalter zwar interessant, ließ sich aber nicht erweichen. Dann versuchte ich es mit Logik: Wenn mein Körpergewicht 20 kg mehr wäre, könnten sie mich auch nicht zurück schicken bzw. Aufpreis verlangen. Ich fragte, ob sie hierfür nicht ein Auge zudrücken könnten. Doch, auch hiermit hatte ich keinen Erfolg.

Nun war ich schon soweit gekommen und hatte schon soviel durchgemacht, dass mich auch dies nicht Schocken konnte. Ich wusste nur eines. Den Aufpreis würde ich nicht bezahlen. Ich musste mir also was anderes einfallen lassen. Ich sagte also am Schalter, dass ich einen Freund draußen hätte, dem ich ein paar Sachen geben könne, die ich dann hier lasse. Doch, anstatt die Sachen einem imaginären Freund zu geben, ging ich mit Sack und Pack auf Toilette und versuchte ca. 11 kg irgendwie am Körper zu verteilen. Ich zog also mehrere Sachen übereinander an (ich kam mir vor wie das Michelin-Männchen) und nahm alles mögliche Schwere ins Handgepäck. Zum Glück hatte ich ja zwei kleine Rucksäcke, auf die ich dies verteilte. Damit es am Schalter nicht auffiel, dass ich jetzt an Stelle von zwei Gepäckstücken drei hatte, ließ ich einen der kleinen Rucksäcke bei einer Putzfrau auf Toilette zurück und checkte 15,4 kg ein!!! Und mit meinem Handgepäck (es war immerhin schwerer als mein großer Rucksack, den ich eingecheckt hatte) hatte ich kein Problem ins Flugzeug zu kommen. Na also, es geht doch! Ich weiß zwar nicht, wie ich über 10 kg am Körper bzw. im Handgepäck untergebracht habe, aber es hat irgendwie funktioniert. Wäre doch gelacht. Dazu war ich nach dem vielen Reisen einfach zu ausgefuchst, dass ich den Aufpreis zahlen würde. ;) Das ganze Spiel hat sich dann ähnlich noch drei mal an den anderen Flughäfen wiederholt und ich kann nur eines sagen: Ich habe weder Aufpreis gezahlt, noch habe ich etwas da gelassen! Wie schon gesagt für Vier Cent quer durch Europa! Thanx Ry..air! ;)))

Selbstverständlich habe ich auch auf dieser Tour wieder viel erlebt, also beginnen wir erst einmal von vorn...

Auf ein Guinness nach Dublin und ein unerwartetes Wiedersehen, Dublin, Di. 11.01.2005 – Mi. 12.01.2005

Bruessel: Ein Stueck Berliner Mauer am Europaeischen Parlament

Von Lille ging es mit dem Zug in die belgische Hauptstadt Brüssel, wo ich eine Nacht übernachtete und mir einige Sachen anschaute. Dabei war natürlich auch das bekannte „Manneken Pis“. Für mich war auch das Europäische Parlament von außen interessant. Besonders hat mir dort gefallen, dass vor diesem ein Stück der ehemaligen Berliner Mauer steht (Bild rechts). Dies steht sowohl symbolisch für die Wiedervereinigung von Deutschland, als auch für die Vereinigung von Europa. Für mich hatte dies aber noch eine weitere Bedeutung. Hätte es die Öffnung der Grenzen nicht gegeben, würde dieses Stück Mauer hier nicht stehen... würde ich hier nicht stehen! Eine Reise wie ich sie erlebt habe, wäre unmöglich gewesen.

Aus Brüssel schrieb ich eine Email, in der ich etwas über meine weiteren Pläne (insbesondere den etwas ungewöhnlichen Weg über Dublin und London nach Schweden) mitteilte. Um so erstaunter war ich dann am nächsten Tag, als ich, nachdem ich also jetzt in der irischen Hauptstadt Dublin angekommen war, eine Email mit dem Betreff: „Bin auch in Dublin!!!“ erhielt. Diese Nachricht war von Sabine, der Österreicherin die ich in Mexico kennen gelernt hatte. Ich war mit Sabine, ihrem Freund Alex und den zwei Leipzigerinnen Ivonne und Carolin mit dem Auto in die Geisterstadt Real de Catorce gefahren. Nun waren Sabine und Alex also auch in Dublin. Solche Zufälle kann es doch nicht geben, oder?!? Würde man sich so was ausdenken, würde jeder sagen, dies ist doch nur Science Fiction, dies kann nie wirklich passieren. Doch, dies ist das wirkliche Leben. Nur dort passiert so was. Wir verabredeten uns also für den Abend auf ein Bier. Während ich die oben beschriebenen Flüge geplant hatte, hätte ich auch einfach nach Dublin und von dort weiter über London nach Göteborg fliegen können, doch ich nahm die Chance für diese Stadt wahr und wollte eine Nacht hier bleiben – Auf ein Guinness nach Dublin! ;) Und jetzt wurde daraus noch ein unerwartetes Wiedersehen. Es passieren schon unerklärliche Dinge in dieser Welt. Es passt aber irgendwie in meine Reise.

Dublin: Ein Guinness gefaellig?

Vorher schaute ich mir aber noch etwas Dublin an. Ich wollte unbedingt in den Temple Bar-Bezirk, wo sich verschiedensten Pubs befinden, um mir mein verdientes Guinness zu gönnen. Als ich so in ein ziemlich gut eingerichtetes altehrwürdiges Pub reinging, quatschte mich ein ca. 40 jähriger Typ an und fragte mich ob ich umherreisen würde, wo ich schon überall war und wo ich herkam... Ich kannte den Typen nicht, doch er lud mich zu einem Guinness ein – dem Guinness. Wie sich dann in unserem Gespräch herausstellte, war der Typ aus Irland und lebt jetzt in den USA in Athens (Georgia). Ihm war mein Basecap von den Olympischen Spielen aufgefallen, was ich mir in Australien gekauft hatte. (Ingo, Du kannst Dich sicher noch erinnern.) Bekanntlich haben ja die letzten Olympischen Sommerspiele in Athen (englisch Athens!) stattgefunden. So erklärte sich also seine Gastfreundschaft. Mein „Athens“-Basecap aus Australien verschaffte mir also in Dublin ein Guinness. Is schon verrückt diese Welt!

Bild oben: Guinness gefällig?

Doch, dies war nicht die einzige interessante Sache, die sich in unserem Gespräch herausstellte. Er zeigte sich ziemlich interessiert an meiner Reise und wollte wissen, was ich schon alles erlebt hatte. Doch, dann kam er auf sich selbst und erzählte, dass er früher selbst gern umhergereist ist. Er war insbesondere viel in Afrika unterwegs und schilderte mir, wie er mit dem Fahrrad durch die Sahara gefahren ist. Es war ein total cooles Gespräch, doch leider musste er dann, als ich ihn zu einem weiteren Guinness einladen wollte, weg. Er war gerade in Dublin zu Besuch und wollte sich mit seiner Familie treffen. Schade eigentlich, aber: Go raibh míle maith agat für das Guinness!

Am Abend traf ich dann Sabine. Alex hatte sie nicht erreicht. Die Freude war groß, als wir uns am anderen Ende der Welt wiedertrafen. Sie erzählte mir, dass sie gerade hier ein Praktikum bei der Österreichischen Handelskammer durchführte und Alex für einen Sprachkurs auch hier sei. Wir quatschten eine ganze Weile über die „alten Zeiten“ und was wir in der Zwischenzeit erlebt hatten. Wir verabschiedeten uns und verabredeten uns dann für das nächste mal irgendwo in dieser Welt, denn Deutschland und Österreich sind jeweils viel zu nah. ;)

Am Morgen des nächsten Tages schaute ich mir zum Abschluss noch die Guinness-Brauerei (aus Zeitgründen leider nur von Außen) an und dann ging es auch schon zurück an den Flughafen. Wie ich dann von dort nach Schweden und von da nach Hause ging erfahrt Ihr in meinem nächsten Beitrag...

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